„Start dein Meeting mit Bewegung“
Humor im Business mit Masako Kusarkari
Wenn wir an Meetings denken, denken die meisten Menschen eher an langes Sitzen, volle Tagesordnungen und müde Gesichter als an Bewegung, Leichtigkeit oder Humor.
Genau deshalb finde ich den Ansatz von Masako Kusakari so spannend.
Masako arbeitet mit japanischen Professionals, die häufig sehr seriös, leistungsorientiert und zurückhaltend kommunizieren. In ihren Präsenz- und Online-Meetings unterstützt sie Menschen dabei, spielerischer, spontaner und offener miteinander in Kontakt zu kommen.
Dafür nutzt sie keine komplizierten Methoden, sondern überraschend einfache Impulse: kleine Improvisationen, bewusste Körpersprache, unterschiedliche Stimmvariationen oder humorvolle Spitznamen. Dinge also, die Menschen zunächst oft etwas albern vorkommen – und genau deshalb wirken sie.
Besonders beeindruckend finde ich, dass sie seit über zwei Jahren jeden Morgen ein 15-minütiges Humortraining in ihrer Line-Openchat-Community anbietet.
Und jede Einheit beginnt mit Bewegung.
Nicht mit PowerPoint oder endlosen Tagesordnungspunkten, sondern zum Beispiel mit dem sogenannten „Jellyfish Dance“ – einem Quallentanz.
Die Arme werden locker bewegt, der Körper wackelt leicht, alles wirkt bewusst ein wenig absurd. Und genau dadurch passiert etwas Interessantes: Menschen entspannen sich. Die Stimmung verändert sich. Die innere Anspannung sinkt spürbar.
Teilnehmende berichten laut Masako immer wieder, dass sie selten 75 Minuten lang in einem Meeting so viel lachen wie dort. Gleichzeitig fühlen sie sich sicher genug, sich aktiv einzubringen, spontaner zu sprechen und Neues auszuprobieren.
Mich überrascht das überhaupt nicht.
Denn sobald wir den Körper bewegen, verändert sich oft auch unser Denken. Menschen werden wacher und präsenter, Gespräche kommen leichter in Gang und die Atmosphäre wird lebendiger.
Natürlich muss es nicht unbedingt der Jellyfish Dance sein.
Aber vielleicht tut es gut, vor einem langen Meeting einmal bewusst aufzustehen, die Schultern zu lockern oder für einen Moment etwas Ungewohntes auszuprobieren.
Denn Humor beginnt manchmal genau dort, wo wir aufhören, perfekt wirken zu wollen.
Und oft reicht schon ein kleiner bewegter Moment, damit sich nicht nur der Körper lockert – sondern auch die Kommunikation.
